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The Return - Die Rückkehr - Vozvrashchenie (2003) (Rating 9,0) DVD3269

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The Return
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Do, 27/03/2014 - 16:53
Directed by: Andrey Zvyagintsev
Schauspieler: Wladimir Garin Iwan Dobronrawow Konstantin Lawronjenko
Video: Trailer
The Return ist eine verstörende Geschichte über die Erfahrungen zweier Jungs mit ihrem Vater. Nie verstehen die Jungs genau, was da vor sich geht mit ihrem Vater. Genau das macht es so verstörend! Auch, weil die Vorgänge einer gewissen inneren Logik gehorchen. Alles beginnt damit, dass Andrey (Vladimir Garin) und sein jüngerer Bruder Vanya (Ivan Dobronravov) nach Hause kommen und die Mutter ihnen zuflüstert, leise zu sein, weil ihr Vater schläft. Den Vater sahen sie seit Jahren nicht. Falls überhaupt je! Warum der Vater weg war, erfahren wir nicht. Als erstes schlägt er seinen Söhnen eine Angeltour vor. Sie sind nicht begeistert, mit ihrem Vater, der nicht mehr als ein Fremder ist, das Haus zu verlassen. Der Vater (Konstantin Lavronenko) seinerseits, versucht es mit strenger Disziplin. Er ist kein grausamer Mensch, eher ein unbeholfener im Umgang mit den Söhnen. Durchweg weigert sich der Film, den Vater als Bösewicht darzustellen. Warum handelt er wie er handelt? Ein Zwang? Ein Impuls? Der Angelurlaub entwickelt sich bedrohlich. Wir sehen die Jungs im Boot bei Sonnenuntergang in der Mitte des Sees. Sie erreichen eine Insel. Auf der steht ein Turm - der Ort, an dem die Jungs ihre Höheangst überwinden lernen sollen... Der Vater hat auf der Insel eine Box vergraben. Sie muss der Grund für die Angeltour gewesen sein. Kam er nur wegen dieser Box? Oder wollte er Zeit mit seinen Söhnen verbringen? Unterwirft er sie bewusst einer Erfahrung, die er selbst machen musste? Sind die Jungs überhaupt sicher bei ihm? All das bleibt verborgen. Nicht so sehr vor uns, sondern vor den Jungen. Es geht auch gar nicht darum, welchen Zweck der Vater verfolgt, sondern darum, wie es die Jungen verwirrt. Dann kommt Andrey Zvyagintsevs Film zu dem Punkt, an dem die Jungs eine Entscheidung treffen müssen. Bei dieser Entscheidung geht es nicht so sehr darum, wie sie über ihren Vater denken. Es geht um die Beziehung der Jungs untereinander. - The Return is a disturbing story about the experiences of two boys with their father. The boys never understand exactly what's going on with their father. That's what makes it so disturbing! Also because the processes obey a certain inner logic. It all begins when Andrey (Vladimir Garin) and his younger brother Vanya (Ivan Dobronravov) come home and the mother whispers to them that she is quiet because her father is asleep. They hadn't seen their father for years. If ever! We don't know why the father was gone. The first thing he suggests to his sons is a fishing trip. They are not thrilled to leave the house with their father, who is nothing more than a stranger. The father (Konstantin Lavronenko), for his part, tries it with strict discipline. He is not a cruel man, but rather a clumsy one in dealing with his sons. The film consistently refuses to portray the father as a villain. Why does he act as he does? A compulsion? An impulse? The fishing holiday develops threateningly. We see the boys in the boat at sunset in the middle of the lake. They reach an island. On it stands a tower - the place where the boys should learn to overcome their fear of heights... The father buried a box on the island. It must have been the reason for the fishing trip. Did he come only because of this box? Or did he want to spend time with his sons? Does he consciously subject them to an experience he had to make himself? Are the boys even safe with him? All this remains hidden. Not so much in front of us, but in front of the boys. It is not at all about the purpose of the father, but about how it confuses the boys. Then Andrey Zvyagintsev's film comes to the point where the boys have to make a decision. This decision is not so much about how they think about their father. It's about the boys' relationship with each other.

Kommentare

Eure letzten Kommentare
Solveig
Solveig
Fr, 26/02/2016 - 12:40

Ein wunderbarer und

Ein wunderbarer und rätselhafter Film ist Swjaginzews 'Woswraschtschenije' geworden, über dessen Bedeutung sich der Regisseur bis heute beharrlich ausschweigt und das ist gut so, denn jede fest vorgegebene Interpretation würde dem Film die Vielschichtigkeit seiner Bedeutungsebenen rauben. Dabei scheint die Geschichte an sich eigentlich ganz einfach, wird sie doch auch sehr geradlinig erzählt, wartete jedoch mit dem Merkmal auf, das ich in Filmen immer am meisten schätze: Subtilität. Die unheimliche Spannung zwischen dem Vater und seinen Söhnen wirkt sich sehr unbehaglich auf den Zuschauer aus. Der Plot ist sehr fein von symbolischen Elementen durchzogen, die sich nahtlos in ihn hineinfügen und den Zuschauer somit nie lautstark und ohrenbetäubend anschreien - eine Wohltat, die ich stets zu schätzen weiß. Und ein Mysterium, zu dem die nächsten 106 Minuten dank ihrer Bildgewalt - die raue Lanschaft des Drehorts haben etwas sehr Bedrohliches - und Andrej Dergatschews sehr dezenter und unaufdringlicher Musikkomposition werden. Und nicht zuletzt natürlich Konstantin Lawronenko in der Rolle des strengen, herrischen und unerbittlichen Vaters, den ich aber bei Weitem nicht als so einseitig empfunden habe, wie diese unvollständige Titulierung vorgaukeln mag.

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dierk_schulz
dierk_schulz
Sa, 10/10/2015 - 22:05

Die Rückkehr ist ein wahrer

Die Rückkehr ist ein wahrer filmischer Monolith und macht es dem Zuschauer sichtlich schwer, sich mit dem Geschehen in Beziehung zu setzen. Ja, es entstehen eigentlich stets nur mehr Leerstellen, die einen trotz der ruhigen Erzählweise nervös und detailversessen machen, ohne dass man das eigentlich wollte. Ein Umstand, den man freilich infrage stellen kann, der aber meiner Meinung nach eben das Potenzial dieses Films ausmacht. So schlüpft man in die Rolle der charakterlich so gegensätzlichen Söhne Ivan und Andrey und geht auf eine einwöchige Reise, um zu ergründen, was es mit dieser entrückten „Vaterfigur“ auf sich hat, ohne scheinbar auch nur einen Anhaltspunkt zu erhalten. Der Vater ist zwar gegenwärtig und interagiert, aber was das Ganze soll, wirkt auf uns ebenso befremdlich wie auf die beiden Jungen. Ein erzwungener Vertrauter und doch viel zu weit entfernt, als dass ein (familiäres) Gefühl entstehen könnte. Je weiter wir uns so von der Heimat entfernen, desto mehr entfernen wir uns auch von jener Person, ja irgendwie auch von uns selbst und werden in eine Art Coming-Of-Age-Situation gedrängt, die unbehaglicher nicht sein könnte und doch gleichzeitig so dicht und faszinierend inszeniert ist, dass man seinen Blick nicht abwenden darf. Die unglaubliche Optik dieses Werkes tut in Verbindung mit der herausragenden schauspielerischen Leistung aller Beteiligten ein Übriges und unterstreicht in kühlem Graublau, dass es hier offenbar gar nicht um eine Rückkehr geht.

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