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Little Miss Sunshine (2006) (Rating 8,6) DVD6274

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Little Miss Sunshine
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Do, 27/03/2014 - 16:53
Directed by: Jonathan Dayton Valerie Faris
Schauspieler: Greg Kinnear Toni Collette (Sheryl Hoover) Steve Carell Paul Franklin Dano Abigail Breslin Alan Arkin (Grossvater) Beth Grant (Nancy Jenkins) Justin Shilton (Josh) Grant Hayes (Davey)
Video: Trailer

Die blauen Augen eines Mädchens, die uns intensiv anstarren. So sehr als ob sie gleich in unseren Kopf wollten. Nur: Das Mädchen schaut gar nicht uns an. Sie starrt in einen Fernseher. Dort laufen Miss Wahlen und die Gewinnerin wird gerade gekrönt. Das Mädchen selbst befindet sich also bei den Proben. Sie will auch auf dem Podest gekrönt werden. Little Miss Sunshine, das wird schnell deutlich, ist ein Film über Träume. Und über Illusionen. Einige Tage später, nach einer merkwürdigen Reise in einem alten VW Bus von Albuquerque (das liegt in New Mexico) nach Redondo Beach / Kalifornien setzt die Realität ein. Vom Freeway aus sieht man das ziel der Reise - vor allem aber lernt man etwas über die endlosen Strecken Kaliforniens und den amerikanischen Traum. Ein Traum, der über Strassen führt, die niemals enden. Ein Luftschloss. Little Miss Sunshine schliesst an die non-konformen Road Movies der frühen 70er an, die sich so gern über den "American Dream" mockierten. Die Welt in Little Miss Sunshine ist eingeteilt in kleine Diätschritte, beruflichen Werdegang, öffentliche Anerkennung - Erfolg, der alle menschlichen Sehnsüchte dominiert. Die Hoover Familie, allen voran das Mädchen Olive (Abigail Breslin), lebt in dieser Welt. Genauso ihr Vater Richard (Greg Kinnear), der davon besessen ist, zu gewinnen, da er den Triumph eines Sieges nie kennengelernt hat. Dann ist da der Grossvater, der den Wahnsinn der Jugend zelebriert (und Heroin schnieft). Onkel Frank (Steve Carell) schliesslich, hat gerade einen Selbstmordversuch für die Liebe überlebt. Der Bruder Dwayne (Paul Dano) hat seit neun Monaten kein Wort gesprochen. nicht etwa, weil er depressiv ist, sondern Nietzsche Jünger. Dwayne hasst alles und jeden. Little Miss Sunshine wagt nun etwas Ungewöhnliches: Eingangs erleben wir ein Abendessen im Kreis der Hoovers - anschliessend wissen wir genau, wie diese Familie funktioniert. Dann gehts los: Road Trip! Eine geschliffenere Komödie als die von Jonathan Dayton und Valerie Faris dürfte wohl schwer zu finden sein! Little Miss Sunshine ist nicht nur ungeheuer witzig, sondern erzählt auch die Wahrheit. Die Schauspieler - fantastisch! Allen voran Dano, der den Teenager, der nichts als ekel empfindet, mit leblosen schwarzen Augen verkörpert. Carrell spielt einen mysteriösen Mann, von tiefer Trauer umgeben. Umhüllt wie durch einen Schleier. Je weniger er sich darum zu bemühen scheint, desto mehr müssen wir über seinen Onkel Frank lachen! Am besten seine Aussprache von Nietzsche: "Nietscha"! Der Niedergang eines Intellektuellen, der studiert hat und nunmehr in seine Einzelteile zerlegt wurde. Analyse, aber keine Gnade! Sehr lustig, vor allem aber eine authentische Charakter-Studie! - A girl's blue eyes staring at us intensely. So much as if they wanted to get right into our heads. Only: The girl doesn't look at us at all. She stares into a television set. There Miss elections are taking place and the winner is crowned. So the girl herself is at the rehearsals. She also wants to be crowned on the podium. Little Miss Sunshine, it quickly becomes clear, is a film about dreams. And about illusions. A few days later, after a strange journey in an old VW bus from Albuquerque (located in New Mexico) to Redondo Beach / California, reality begins. From the freeway you can see the destination of the journey - but above all you learn something about the endless routes of California and the American dream. A dream that leads over roads that never end. A castle in the air. Little Miss Sunshine follows on from the non-conformist road movies of the early 70s, which were so fond of mocking each other about the "American Dream". The world in Little Miss Sunshine is divided into small dietary steps, professional career, public recognition - success that dominates all human desires. The Hoover family, above all the girl Olive (Abigail Breslin), lives in this world. So does her father Richard (Greg Kinnear), who is obsessed with winning because he has never known the triumph of victory. Then there is the grandfather who celebrates the madness of youth (and sniffs heroin). Uncle Frank (Steve Carell) finally, has just survived a suicide attempt for love. Brother Dwayne (Paul Dano) hasn't spoken a word in nine months, not because he's depressed, but because he's Nietzsche's disciple. Dwayne hates everything and everyone. Little Miss Sunshine dares now something unusual: At the beginning we experience a dinner in the circle of the Hoovers - afterwards we know exactly how this family works. Then it starts: Road Trip! A more polished comedy than that of Jonathan Dayton and Valerie Faris might be hard to find! Little Miss Sunshine is not only incredibly funny, but also tells the truth. The actors - fantastic! First of all Dano, who embodies the teenager, who feels nothing but disgust, with lifeless black eyes. Carrell plays a mysterious man, surrounded by deep grief. As if wrapped in a veil. The less he seems to bother about it, the more we have to laugh about his uncle Frank! Best his pronunciation of Nietzsche: "Nietscha"! The decline of an intellectual who studied and has now been dismantled into his individual parts. Analysis, but no mercy! Very funny, but above all an authentic character study!

Kommentare

Eure letzten Kommentare
erkan.a
erkan.a
Sa, 16/04/2016 - 16:30

Was macht ihre Tochter denn

Was macht ihre Tochter denn da?" - "Die lässt es krachen!"

Life is a hell of a road trip. Mal sitzen wir selbst am Steuer, das Ziel fest vor Augen, und dann sind wir doch nur Beifahrer in die nächste Sackgasse der begrenzten Unmöglichkeiten. Du willst schön, erfolgreich, makellos sein? Du willst ein Gewinner sein? Dann folg doch den Reklametafeln am Straßenrand. Wer jedoch keine Lust hat im Stau der falschen Ideale festzustecken, sollte Ausschau nach einem gelben VW-Bus halten. Reiseziel: unbekannt. Machs dir einfach bequem, kurbel das Fenster runter, spür die Sonnenstrahlen auf deiner Haut und genieß die Fahrt. Mag sein, dass dich der Horizont mit seiner endlosen Freiheit blendet und du im Nirgendwo landest, aber solange es Menschen gibt, die deinen Weg mit dir teilen, lohnt es sich Vollgas zu geben.

''Little Miss Sunshine'' ist eine herzerwärmende Ode an das wundervolle Chaos, das sich Leben nennt. Wer braucht denn schon ein Neun-Stufen-Programm zum wahren Glück, wenn er die Kunst beherscht mit einem Gewinnerlächeln durch die Verliererstraße zu fahren.

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nele singapore
nele singapore
Mo, 25/01/2016 - 13:41

" Little Miss Sunshine" ist

" Little Miss Sunshine" ist ein süßes, aber angenehmer Weise kein klebriges Familien-Roadmovie, gespickt mit skurrilen, tragikomischen Charakteren und schwarzhumorigem Witz. Wir folgen der pummeligen jungen Olive , ihrem Dope-abhängigem Großvater und dem Rest der schrägen Hoover-Sippe auf ihrem Trip zu einem Schönheitswettbewerb nach Los Angeles, den zu gewinnen Olivias größter Wunsch ist.
Die Botschaften des Films - die Liebe zur Familie, der Mut zum Durchschnitt, zur Andersartigkeit und für sich und seine Träume einzustehen , entgegen der Richtung eines gesellschaftlich festgelegten Schönheitsideals und dessen vemeintlicher Oberflächlichkeit - sind lobenswert und zudem sicher im Film und seiner Geschichte verankert ohne dabei penetrant zu wirken. Denn die kleine Hoover, heiter und liebenswert aber dicklich und bebrillt ( und den gesamten chaotisch-durchgeknallten Clan im Schlepptau ), wirkt letztlich natürlich fehl am Platz zwischen all den anderen, hochgestylten, puppenartigen kleinen Mädchen und ihren ebenfalls gestylten Müttern, die mit spitzen Fingern im Akkord Löckchen aufdrehen, Strähnchen einfärben oder noch finale Haarspangen an den Häuptern ihrer Töchter befestigen..
Sehr charmantes Movie, aber in der Gesamtheit ist der Storyverlauf, vom starken Anfang einmal abgesehen, leider nicht übermäßig fesselnd und bleibt etwas zu oberflächlich in seinem schrulligen Loser- Statement. " LMS" lebt aber vom sehr gelungenen Zusammenspiel seiner Hauptfiguren und der ausdruckstarken, entzückenden Abigail Breslin.

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