Das Poster von Nymphomaniac ist ein echter Hingucker! Sämtliche Schauspieler sind darauf abgebildet im Augenblick der Lust. Alle privat und exhibitionistisch zur selben Zeit! Lars von Triers Projekt um viel Sex und ganz viel Philosophie geisterte schon einige Jahre durch die Medien. Auch dass darin echte Penetration zu sehen sein würde, hat man so schon gelesen oder gehört. Die Marketing-Maschine läuft also wie immer auf Hochtouren bei diesem umtriebigsten europäischen Autorenfilmer! So oder so hat der selbst ernannte Nazi Humor und deshalb fällts ihm offensichtlich auch ganz leicht, seine Filme originell zu bewerben. Das Beste an Nymphomaniac ist folgerichtig auch, dass der Film ziemlich witzig ist (und manchmal auch provokativ und philosophisch)! Nymphomaniac beginnt mit einer dunklen Gasse im Regen. Eine Frau, die sich später als Joe (Charlotte Gainsbourg) vorstellt, liegt auf dem Pflaster. Ein Mann namens Seligman (Stellan Skarsgård) hilft ihr auf. Wie ein kleines Mädchen steckt er sie ins Bett und schenkt ihr Aufmerksamkeit. Joe erzählt, wie sie mit zwei Jahren ihre Möse entdeckte und deshalb ein schlechter Mensch sei... Mit 15 wird sie von Jerome (Shia LaBeouf) entjungfert, um die Jahre danach einen Wettlauf um die meisten Männer zu veranstalten. Bis zu zehn Männern am Tage habe sie gehabt (von Lust erzählt sie aber nichts, nur von Schuld). Von Trier präsentiert nebenbei einige aufregende Cameos wie den von Uma Thurman als betrogener Ehefrau oder Christian Slater als Vater. Seligman kommentiert (untermalt von Pseudo-Archivmaterial) Joes Geständnis und an dieser Stelle wusste ich tatsächlich nie, ob das eine Farce ist oder ernst gemeint? Geht es wirklich um weibliche Sexualität oder die männliche Projektion derselben? Sex kann alles Mögliche ausdrücken: Liebe, Hass und sogar Rache. Sex kann aber auch einfach nur als Mittel gegen Langeweile dienen. Nymphomaniac drückt diese Facetten aus, die im Grunde ziemlich ernsthaft sein könnten, es bei von Trier aber nicht sind! Wir habens hier mit einem intellektuellen Drahtseilakt zu tun, der ziemlich gefährlich werden könnte, aber bestens unterhält! - The poster of Nymphomaniac is a real eye-catcher! All actors are depicted on it at the moment of lust. All private and exhibitionistic at the same time! Lars von Trier's project about a lot of sex and a lot of philosophy has been circulating in the media for several years. It has already been read or heard that real penetration would be seen in it. So, as always, the marketing machine is running at full speed with this most active European author filmmaker! Either way, the self-proclaimed Nazi has a sense of humor and that's why it's obviously easy for him to promote his films in an original way. The best thing about Nymphomaniac is that the movie is quite funny (and sometimes provocative and philosophical)! Nymphomaniac begins with a dark alley in the rain. A woman who introduces herself later than Joe (Charlotte Gainsbourg) lies on the pavement. A man named Seligman (Stellan Skarsgård) helps her up. Like a little girl he puts her to bed and pays attention to her. Joe tells how she discovered her cunt when she was two years old and was therefore a bad person... At 15 she is deflowered by Jerome (Shia LaBeouf) in order to organize a race for most men the years after. She had up to ten men a day (but she doesn't talk about lust, only about guilt). Von Trier also presents some exciting cameos such as Uma Thurman as a cheated wife or Christian Slater as a father. Seligman comments (accompanied by pseudo-archival material) on Joe's confession and at this point I really never knew whether this was a farce or meant seriously? Is it really about female sexuality or the male projection of it? Sex can express all kinds of things: love, hate and even revenge. But sex can also simply serve as a means against boredom. Nymphomaniac expresses these facets, which could be quite serious, but not for von Trier! We're dealing with an intellectual tightrope act that could be quite dangerous, but is very entertaining!
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ganz enttäuschend, dass lars
ganz enttäuschend, dass lars von trier uns seine privaten probleme vorführt, als sei das so wichtig wie die griechenland rettung.
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