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Pusher (1996) (Rating 8,5) DVD1704

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pusher
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Do, 27/03/2014 - 16:53
Directed by: Nicolas Winding Refn
Schauspieler: Kim Bodnia (Frank) Zlatko Buric (Milo) Laura Drasbaek Olesen (Vic) Slavko Labovic (Radovan) Mads Mikkelsen (Tony) Peter Andersson (Hasse) Vanja Bajicic
Video: Trailer

Es ist ein grauenhafter Job, Pusher zu sein. Diejenigen, die den Job machen, sind selbst süchtig und es ist nur eine Frage der Zeit, wann sie sich ihre Drogen nicht mehr werden leisten können. Noch aber befinden sie sich in einem Zustand der Euphorie. Doch was kommt danach? Ein Zustand der Leere. Wieviele Pusher habe ich schon im Kino gesehen? Ich kanns kaum sagen. Fast lle aber werden als "coole" Typen dargestellt in urbanen Filmen, die den Glanz der "Meanstreets" heraufbeschwören. Der Pusher ist ein Kind der Strasse mit dicken Autos und schönen Frauen. Nicolas Winding Refn kennt die Vorbilder und war ganz am Anfang seiner Karriere mit der Handkamera in Kobenhagen uhterwegs, um dieses Milieu zum Leben zu erwecken. Dabei ist es ihm gelungen, sich von den Vorbidern zu entfernen, dem Genre aber trotzdem treu zu bleiben (denn die blosse Handlung von Pusher erzählt nichts Neues). Weil Refn Däne ist, haben alle "Dogma" geschriehen, ob seiner verwackelten Bilder. Zu Unrecht, denn Refns Film ist straff inszeniert. Hier bastelt ein junger Filmemacher voller Selbstbewusstsein am europäischen Genre Film und Pusher hat er über die Zeit sogar zur Trilogie ausgebaut. Refn wuchs in New York auf und wer Pusher ansieht, bemerkt sofort, welche Gangsterfilme sein Regisseur am liebsten mag. So harte Szenen Pusher auch zu bieten hat, im Grunde ist das ein sehr melancholisches Werk. Pusher ist im Genre Kino verwurzelt, wirkt aber durch die rohe Machart sehr realistisch. Diese Urgewalt, bestimmt kriegt sie nur ein junger Wilder, ein Debütant wie Refn so hin! Wir erleben den jungen Mads Mikkelsen in einer Nebenrolle. Pusher aber wird getragen von Kim Bodnia, der jede Szene mit einer Vehemenz an sich reisst, wie das nur ganz wenigen gelingt. Er spielt Frank, ein Arschloch, das sich für etwas besonderes hält. Bodnias grösste Stärke sind seine Wutausbrüche. Sein Gegenpart ist Zlatko Buric als Milo, ein kalter Gangsterboss. Er bietet selbst nach einem versauten Deal noch freundlich Kaffee an, aber wir haben keine Zweifel an seiner Skrupellosigkeit. Refns Film ist nie fasziniert von diesen Gangster-Typen und ihr Milieu wird ohne falsche Romantisierung gezeigt. Refn nimmt die Nöte und Sorgen seiner Protagonisten ernst (Frank muss am Ende sogar zurück zu seiner Mutter) und ist meilenweilt entfernt vom hippen Gangstergeblödel der 90er. Jeder Anflug von Ironie verschwindet spätestens aber der zweiten Hälfte des Films, Komödie findet nicht statt. Stattdessen konzentriert sich Refn auf seinen erbarmungslosen Spannungsbogen, der so intensiv und mitreissend wirkt, wie es kein "postmodernes" Filmchen je könnte! Refns Realismus macht den Unterschied aus und deshalb entwickelt Pusher das Genre ein Stück weiter. - 

It's a horrible job being a pusher. Those who do the job are addicted themselves and it is only a matter of time before they can afford their drugs. But they are still in a state of euphoria. But what comes after that? A state of emptiness. How many pusher have I seen in the cinema? I can hardly say. But almost all of them are portrayed as "cool" types in urban films that evoke the glamour of the "Meanstreets". The pusher is a child of the street with fat cars and beautiful women. Nicolas Winding Refn knows his role models and was right at the beginning of his career with a hand camera in Kobenhagen, uhterwegs, to bring this milieu to life. He has managed to distance himself from the previous bidders, but still remain true to the genre (because the mere plot of Pusher doesn't tell anything new). Because Refn is Danish, everyone screamed "Dogma" because of his blurred pictures. And wrongly so, because Refn's film is tightly staged. Here, a young filmmaker full of self-confidence is tinkering with the European genre of film and over the years Pusher has even developed it into a trilogy. Refn grew up in New York and whoever watches Pusher immediately notices which gangster movies his director likes best. As hard as Pusher's scenes may be, this is basically a very melancholic work. Pusher is rooted in the genre of cinema, but due to his rough style he feels very realistic. This elemental force, surely only a young savage, a debutante like Refn can get her through it! We experience the young Mads Mikkelsen in a supporting role. Pusher, however, is carried by Kim Bodnia, who takes over every scene with a vehemence that only very few succeed in. He plays Frank, an asshole who thinks he's something special. Bodnias biggest strength are his outbursts of rage. His counterpart is Zlatko Buric as Milo, a cold gangster boss. He offers friendly coffee even after a dirty deal, but we have no doubts about his unscrupulousness. Rehn's film is never fascinated by these gangster types and their milieu is shown without any false romanticization. Refn takes the hardships and worries of his protagonists seriously (Frank even has to go back to his mother at the end) and is miles away from the hip gangster goofball of the 90s. Every touch of irony disappears, but at the latest in the second half of the film, comedy doesn't take place. Instead, Refn concentrates on his merciless arc of tension, which is as intense and enthralling as any "postmodern" movie could ever be! Refn's realism makes the difference and that's why Pusher takes the genre a step further.

Translated with www.DeepL.com/Translator

Kommentare

Eure letzten Kommentare
erkan.a
erkan.a
Sa, 16/04/2016 - 16:32

Nicolas Winding Refn gibt

Nicolas Winding Refn gibt sich die Ehre und gleich sein erster Streich ist ein Ausnahmefilm im Gangster-Genre.

"Pusher" ist rohes, dreckiges Straßenkino, das schonungslos in düstere Gassen blickt und das Drogenmilieu als das zeigt, was es wirklich ist - ein unberechenbarer Existenzkampf zwischen Junkies, Nutten und skrupellosen Schlägern, die dir wegen paar Scheinen das Genick brechen.

Gangster-Romantik ist eine Illusion made by Hollywood. Die ewige Geschichte vom Aufstieg und Fall zeigt die Welt des Verbrechens oftmals im leicht verdaulichen Unterhaltungsformat, das genug Platz für die allseits beliebten Crime-is-King-Attitüden bietet. In der Realität aber gibt es keinen Aufstieg. Wer sich in die Kriminalität begibt, erlebt nur freien Fall.

Genau hier setzt Refn seine Geschichte an. Sein Hauptprotagonist Frank (Kim Bodnia, die lakonische Coolness himself) ist ein unbedeutender kleiner Dealer, der mit seinem besten Freund Tonny (Mads Mikkelsen als zutätowierter Voll-Assi) Heroin vertickt und sonst lustlos durch den Tag gammelt. Bis mal ein Deal schief geht und er nur wenige Tage hat um seine Schulden zu begleichen. Es beginnt ein erbitterter Wettlauf gegen die Zeit, indem Frank erkennt welchen Wert Freundschaft und Respekt in seiner kaputten Welt haben.

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