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Ein wunderbarer und
Ein wunderbarer und rätselhafter Film ist Swjaginzews 'Woswraschtschenije' geworden, über dessen Bedeutung sich der Regisseur bis heute beharrlich ausschweigt und das ist gut so, denn jede fest vorgegebene Interpretation würde dem Film die Vielschichtigkeit seiner Bedeutungsebenen rauben. Dabei scheint die Geschichte an sich eigentlich ganz einfach, wird sie doch auch sehr geradlinig erzählt, wartete jedoch mit dem Merkmal auf, das ich in Filmen immer am meisten schätze: Subtilität. Die unheimliche Spannung zwischen dem Vater und seinen Söhnen wirkt sich sehr unbehaglich auf den Zuschauer aus. Der Plot ist sehr fein von symbolischen Elementen durchzogen, die sich nahtlos in ihn hineinfügen und den Zuschauer somit nie lautstark und ohrenbetäubend anschreien - eine Wohltat, die ich stets zu schätzen weiß. Und ein Mysterium, zu dem die nächsten 106 Minuten dank ihrer Bildgewalt - die raue Lanschaft des Drehorts haben etwas sehr Bedrohliches - und Andrej Dergatschews sehr dezenter und unaufdringlicher Musikkomposition werden. Und nicht zuletzt natürlich Konstantin Lawronenko in der Rolle des strengen, herrischen und unerbittlichen Vaters, den ich aber bei Weitem nicht als so einseitig empfunden habe, wie diese unvollständige Titulierung vorgaukeln mag.
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Die Rückkehr ist ein wahrer
Die Rückkehr ist ein wahrer filmischer Monolith und macht es dem Zuschauer sichtlich schwer, sich mit dem Geschehen in Beziehung zu setzen. Ja, es entstehen eigentlich stets nur mehr Leerstellen, die einen trotz der ruhigen Erzählweise nervös und detailversessen machen, ohne dass man das eigentlich wollte. Ein Umstand, den man freilich infrage stellen kann, der aber meiner Meinung nach eben das Potenzial dieses Films ausmacht. So schlüpft man in die Rolle der charakterlich so gegensätzlichen Söhne Ivan und Andrey und geht auf eine einwöchige Reise, um zu ergründen, was es mit dieser entrückten „Vaterfigur“ auf sich hat, ohne scheinbar auch nur einen Anhaltspunkt zu erhalten. Der Vater ist zwar gegenwärtig und interagiert, aber was das Ganze soll, wirkt auf uns ebenso befremdlich wie auf die beiden Jungen. Ein erzwungener Vertrauter und doch viel zu weit entfernt, als dass ein (familiäres) Gefühl entstehen könnte. Je weiter wir uns so von der Heimat entfernen, desto mehr entfernen wir uns auch von jener Person, ja irgendwie auch von uns selbst und werden in eine Art Coming-Of-Age-Situation gedrängt, die unbehaglicher nicht sein könnte und doch gleichzeitig so dicht und faszinierend inszeniert ist, dass man seinen Blick nicht abwenden darf. Die unglaubliche Optik dieses Werkes tut in Verbindung mit der herausragenden schauspielerischen Leistung aller Beteiligten ein Übriges und unterstreicht in kühlem Graublau, dass es hier offenbar gar nicht um eine Rückkehr geht.
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