Hirokazu Koreeda kennt sein Vorbild und er hat nie einen Hehl daraus gemacht: Ozu. Die Geschichte einer Familienzusammenführung ist als Hommage an den grössten japanischen Filmemacher gedacht. Röcke flattern im Wind, Schneeflocken tanzen durch die Luft, Herbstlaub wird von einer Brise davon getragen. Koreeda erzählt nicht nur von vier Frauen, seine Bilder umschmeicheln sie. Sein Film beruht auf dem Manga »Umimachi Diary« von Akimi Yoshida. Es ist ein grosses menschliches Drama, das sich vor uns aufbereitet (wobei wir das erst nach und nach realisieren). Fast unmerklich tauchen wir in den Alltag dreier junger Frauen in, die ohne ihre Mutter in einem traditionellen Holzhaus in Kamakura vor Tokyo leben. Sie erfahren vom Tod des Vaters, der die Familie vor Jahren verliess und treten eine Reise an. Dort lernen sie ihre Halbschwester Suzu kennen und laden sie ein, bei ihnen zu wohnen. Suzu zieht ein und ihr Leben wird ab diesem Tag leicht und angenehm. Es entsteht eine innige Bindung der Geschwister, während die abwesende Mutter innerlich verhärtet ist. Beiläufig entstehen Gespräche, werden Erinnerungen ausgetauscht über die Mutter und die Grossmutter. Manchmal sind es Sinneswahrnehmungen wie der Geschmack von Shirasu, der sie an früher erinnert. Erzählt wird ruhig und voller Ernst. Die Küstenstadt Kamakura gehört zu Ozus Welt, hier hat auch er gedreht, hier ist er gestorben. Genauso wie Suzu fühlte ich mich von den Schwestern herzlich eingeladen, Zeit mit ihnen zu verbringen. Ich bin dabei, erlebe die tägliche Verrichtung der Hausarbeit durch die vier Jahreszeiten. Wir essen zusammen, trinken Tee, wie eine Familie. Hinter alledem stehen tiefe Wunden und starke Gefühle - die grossen Fragen des Lebens. Ein grosser Film! - Hirokazu Koreeda knows his role model and he has never made a secret of it: Ozu. The story of a family reunion is intended as a tribute to the greatest Japanese filmmaker. Skirts flutter in the wind, snowflakes dance through the air, autumn leaves are carried away by a breeze. Koreeda not only tells of four women, his pictures caress them. His film is based on the manga "Umimachi Diary" by Akimi Yoshida. It is a great human drama that is preparing itself before us (although we are only realizing this little by little). Almost imperceptibly we dive into the everyday life of three young women who live without their mother in a traditional wooden house in Kamakura off Tokyo. They learn about the death of the father who left the family years ago and start a journey. There they meet their half-sister Suzu and invite her to stay with them. Suzu moves in and her life becomes easy and pleasant from this day on. A close bond develops between the siblings, while the absent mother is internally hardened. Conversations arise in passing, memories are exchanged about the mother and grandmother. Sometimes it is sensory perceptions like Shirasu's taste that remind her of the past. The story is calm and serious. The coastal town Kamakura belongs to Ozu's world, here he also shot, here he died. Like Suzu, I felt invited by the sisters to spend time with them. I am there, experiencing the daily housework through the four seasons. We eat together, drink tea, like a family. Behind all this are deep wounds and strong feelings - the great questions of life. A great film!
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Da stimme ich voll und ganz
Da stimme ich voll und ganz zu. Ich habe ihn übrigens unten bei Regisseuren nicht gefunden in der Mitte (Regale im grossen Raum)
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ohne wenn und aber, das ist
ohne wenn und aber, das ist der schönste film des jahres. wer schon was von dem regisseur gesehen hat, weiss wie berührend seine filme sind. wer das bisher noch versäumt hat, sollte es nun nachholen.
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